Saunaplanung

Wer sich mit dem Gedanken einer eigenen Sauna trägt, findet hier ein paar nützliche Tipps  für die persönliche Saunaplanung. Auch wenn keine baurechtlichen Vorschriften zur Installation einer Sauna im eigenen Haus bestehen, so sind dennoch wichtige Voraussetzungen notwendig oder zu schaffen.

1. Platzbedarf

Planen Sie mindestens 1-1,5 m² pro Person an Platz ein. Wenn Sie Ihre Sauna zu klein bemessen, kann schnell in der Enge ein Gefühl der Beklemmung entstehen. Die meisten Sauna-Anbieter beginnen mit ihren “Modellen” bei 4 m². Die Kabinenhöhe liegt normalerweise bei ca. 2 Metern. In den meisten Fällen läßt sich eine Sauna im Keller, auf dem Dachboden, auch wenn Dachschrägen vorhanden sind, oder in einem großen Badezimmer unterbringen.

Ein paar Standard-Grundrisse finden Sie hier. Alternativ dazu gibt es vielleicht auf dem eigenen Grundstück den nötigen Platz für ein Saunablockhaus im Freien. So können Sie gleich im Anschluß eines Saunaganges ausreichend Sauerstoff “tanken”.

2. Anschlüsse

In der Nähe der Sauna wäre ein (Kalt-)Wasseranschluß von Vorteil oder Ihr Badezimmer befindet sich in Reichweite.
Bei dem Stromanschluß wird es schon etwas anspruchsvoller. Mit der herkömmlichen Wechselspannung (240 V), die uns die Steckdose anbietet, lassen sich in der Regel nur Saunaöfen bis 5 kW betreiben, dies reicht oft nicht aus. Sie benötigen daher einen sogenannten Drehstromanschluß mit 380 V. Weiterhin spielt der Leitungsquerschnitt eine wichtige Rolle, damit nicht die Stromleitungen heiß werden, statt Ihre Sauna. Hier empfehle ich Ihnen, sich mit einem Elektrofachbetrieb vor Ort abzustimmen, der Ihr hauseigenes Stromnetz daraufhin genau abprüfen kann.

Achten Sie weiterhin darauf, dass zum Anschluss des Saunaofens und der Innenbeleuchtung nur ein hitzebeständiges Silikonkabel verwendet wird.

3. Licht

Im privaten Bereich genügt eine Innenlampe, die für ausreichende Helligkeit sorgt. Ein Außenfenster, eine Vollglastür oder eine Saunatür mit Glaselementen “vergrößern” den Saunaraum und steigern die Gemütlichkeit.

4. Luft

Besonders wichtig ist die Luftzufuhr, da der Sauerstoffgehalt aufgrund der hohen Lufttemperatur sinkt und Sie in Ihrer Sauna einen klaren Kopf sowie einen stabilen Kreislauf behalten sollen.

Die sauerstoffreiche Zuluft kann auch aus einem Nebenäum kommen, sofern sich dieser Raum lüften läßt. Oft sind es mehrere kleine Schlitze, durch denen die Zuluft vom Sauna-Ofen “angesogen” wird. Die erwärmte Luft zirkuliert in der Sauna und versorgt den Saunagänger mit Sauerstoff.

Die verbrauchte Luft wird über einen Abluftkanal aus der Saunakabine nach Außen geleitet, entweder ins Freie oder in einen Neben- bzw. Vorraum. Luftöffnungen mit einer Größe von jeweils 50 cm², rechteckig oder rund, (z.B. 5×10 cm oder d = 7cm) sind ausreichend. Ein Ventilator wird nicht benötigt, er würde nur unnötig viel Wärme aus der Sauna nach Außen transportieren. Die Abluftöffnung wird auf der gegenüberliegenden Seite (oft im Bereich der Ecke) in einer Höhe von ca. 60 cm angebracht und läßt sich mit einem Lüftungsschieber bei Bedarf schließen..

4. Fußboden

Der Fußboden sollte möglichst plan sein. Auf dem Fußboden machen sich besonders gut Fliesen oder ein Klinkerbelag, aber auch ein Holz bzw. Laminatfußboden funktioniert. Auf dem betretbaren Fußboden innerhalb der Sauna empfiehlt sich ein Rost aus Holz oder Kunststoff, dass Sie zu Reinigungszwecken herausnehmen können. Eine spezielle Bodenisolierung oder ein Bodenablauf ist nicht erforderlich.